Ein Monat ist schon fast wieder vergangen und wir sind jetzt... immernoch in Atherton. Viel hat sich getan, in Australien passiert irgendwie immer viel, selbst in diesem Kaff. Unsere gesamten Pläne haben sich mehrmals übern Haufen geworfen und eine wunderbare Nachricht dürfen wir dennoch endgültig verkünden: wir bleiben bis mindestens Ende Mai in Australien! Das gibt es genug Spielraum für alle noch ausstehenden Highlights des Südens & Westens. Natürlich ist es allgemein auch einfach sau geil, noch länger in diesem wunderbaren Land bleiben zu dürfen!
Und nun zum aktuellen Stand. Adri ist nachwievor auf ihrer Lime-Farm und ich habe mittlerweile einen super Job auf einer Avocado Farm mit einem sehr netten Farmer (Franz' ex-Farm btw). Beide sind wir allerdings von der nun eingebrochenen wet season in Mitleidenschaft gezogen wurden. Da fast nur Bananenfarmen bei richtigem Regen arbeiten, hatten wir mehrere Days off, was mit der Zeit ziemlich nervig wurde. So wird es aber durchaus die nächsten Wochen weitergehen. D.h. scheint die Sonne wird gearbeitet, regnet es sind wir zu Hause. Nach unseren Berechnungen bleiben wir bis ungefähr Mitte-Ende Februar hier in Atherton, genau so lange, bis wir beide unser 2nd Year Visa haben, welches man nach 88 Tagen Farmarbeit bekommt. Und dann geht es nach Sydney! Unfassbar groß ist natürlich die Freude auf so eine Stadt nach der ganzen Farmarbeit, wenn man bedenkt, dass wir jetzt schon über 3 Monate im australischen Sommer schufften! Da heißt es jetzt noch ein paar Wochen durchhalten und dann Atherton auf Nimmerwiedersehen sagen.
Nach Sydney werden wir uns mit unseren deutschen Lodge-Freunden in Melbourne wiedertreffen, um dort gemeinsam zur Formel 1 zu gehen. So sieht der grobe Plan aus. Und von Arbeit will ich nach Atherton erstmal nichts mehr wissen, wenn's geht...
Ansonsten hab ich wie üblich alles vergessen, was ich ursprünglich schreiben wollte.
Vielleicht/Hoffentlich die letzten Grüße aus Atherton, Andi & Adri!
Freitag, 1. Februar 2013
Freitag, 11. Januar 2013
Silvester, Mango-Burn und Mango-Rash
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In den vergangenen 2 Wochen ist auch wieder einiges passiert.
Da wir ja im letzten Bloeintrag geschrieben haben, dass wir noch nicht wissen, was wir an Silvester anstellen (außer naürlich trinken), seid ihr ja sicherlich total gespannt, wie wir ins neue Jahr gekommen sind. Spannend war das eigentlich nicht, denn wie auch Weihnachten haben wir Silvester nur in Atherton verbracht mit insgesamt vllt. 15 anderen Leuten. Wahrscheinlich waren wir auch die einzigen in ganz Atherton, weil einfach alle nach Cairns gefahren sind, aber wir haben das Beste drauß gemacht. :)
In der Lodge sind eigentlich fast nur die Deutschen und die Koreaner geblieben, wobei die Koreaner 22Uhr schon alle im Bett lagen. Nach einem gemeinsamen BBQ fing dann auch schon die Trinkerei an und kurz vor 12 Uhr wurde dann noch über das diesjährige Silvesterlied abgestimmt. Das Runterzählen haben wir irgendwie verpasst, weil alle durcheinander geredet haben und alle Uhren anders gingen, aber das ist ja ziemlich typisch für Silvester, genauso wie die "German Tradition", nämlich nur Fotos mit Stinkefinger machen.
Das absolute Highlight des Silvesterabends war definitiv ein betrunkener Koreaner (hat 1 Bier getrunken), der statt "Happy New Year" ungefähr 500mal "Happy New Ear" gerufen hat und somit unsere Bauchmuskeln enorm beansprucht hat.
In Atherton war ansonsten echt nix los, es gab nichtmal ein Feuerwerk (gabs nur 3 Tage vor Weihnachten, wieso auch immer) und selbst der Pub im BV war geschlossen. Aber wir haben ja das Beste drauß gemacht :)

Arbeitsmäßig gibt es natürlich auch wieder eine Menge zu erzählen.
Ich bin immernoch auf meiner Mango-und Limettenfarm. Gepickt werden eigentlich fast immer nur Limetten, was ziemlich einfach ist. Man hat nen Pickingback um und einen Pickingring in der Hand und muss gucken, ob die Limetten halt groß genug sind. Das einzig nervige dabei sind die Dornen, von denen man trotz langer Kleidung bei 35°C im Schatten, zerkratze Arme bekommt. Noch schlimmer ist es aber Zitronen zu picken (haben wir auch), denn Erstens muss man die Zitronen extrem vorsichtig picken und Zweitens sind die Dornen dort teilweise 2cm lang!
Letzte Woche haben wir dann unseren 2.Schwung Mangos gepickt, die teilweise schon komplett reif waren. Auf meiner Farm pickt man Mangos mit einer Gartenschere. Das heißt man bekommt entweder eine kleine Schere oder einen langen Stick (für die oberen Mangos) in die Hand gedrückt und muss einfach alle Mangos abschneiden und in eine Kiste legen.
Dabei muss man aber sehr vorsichtig sein, denn schneidet man die Mango zu kurz ab, kommt die Fruchtsäure herrausgespritzt und man kann ggf. erst Mangoburn und dann Mango-Rash bekommen.
Mangoburn äußert sich in einer Art Brandblase. Da die Flüßigkeit, die aus der Mango herrauskommt sehr giftig und ätzend ist, bekommt man überall wo man das Zeug hinbekommt "Brandblasen" (sieht echt aus wie ne normal Brandblase)
Hat man Mangoburn kann mit ziemlich großer Sicherheit davon ausgehen, dass man ca. 1 Woche später aussieht wie ein Streuselkuchen - wie Andi zur Zeit...
Andi hat seine Farm gewechselt und bei Terranova ebenfalls Mangos gepickt. Da Terranova aber eine der behindertsten Farmen überhaupt ist, wird dort nicht so gepickt wie oben beschrieben. Auf Terronva knickt man die Mangos einfach vom Stiel ab, was zur Folge hat, dass der komplette Saft richtig herausspritzt und Andi praktisch 10h in dem Mangosaft gebaden hat. Am ersten Tag hatte er dann schon die Arme voller Mangoburn, was in den darauffolgenden Tagen auch noch an den Händen und Beinen extrem zum Vorschein trat.
Nachdem wir schon in der Lodge einige Fälle von Mango-Rash gesehen haben und Marie und Sophia plötzlich auch davon betroffen waren (mussten 1 Tag so picken wie Andi), hat es Andi dann auch extrem erwischt.

Zuerst kamen am Handgelenk kleine Pusteln und das hat sich dann über die Arme, Beine, Bauch, Gesicht und Hals ausgebreitet. Seine Beine waren in den ersten paar Tagen so stark angeschwollen und hart, dass er nichtmal mehr ein Fußgelenk hatte. Sein Ohr sah auch aus wie ein Ringerohr und seine Augen waren auch geschwollen.
Mango-Rash ist eben eine allergische Reaktion auf die Fruchtsäure, die ein Großteil der Picker bekommt. Ich zum Beispiel hab den Saft auch oft ins Gesicht, an den Hals, an die Arme und sogar ins Auge bekommen, aber glücklicherweise weder Mangoburn, noch Mango-Rash bekommen. Eni hat zum Beispiel aber kein Mangoburn , dafür jetzt aber auch Mango-Rash. Reagiert man so wie die Anderen auf den Saft, darf man leider nie wieder Mangos picken, da man die Allergie ungefähr 10mal schlimmer bekommt und das Ganze extrem juckt.
Gegen Mango-Rash hilft leider nur Coritson, irgendwelche Salben und warten. Mein Supervisor hat mir aber den Tipp gegeben, sich Babysalbe draufzuschmieren oder die kostengünstigere Variante zu wählen und draufzupinkeln. Ob das hilft, weiß ich leider nicht, da es niemand ausprobieren wollte! :D
Bei Marie und Sophia ist die Allerie schon extrem zurückgegangen und bei Andi stellt sich auch langsam eine Besserung ein. Leider musste Andi daraufhin seinen Job bei Terranova aufgeben und wartet nun auf einen neuen Job. Heute macht er zum Beispiel zusammen mit Eni für 2 Tage "Gardening". Mal sehen was sie erzählen :)
Ansonsten gibt es eigentlich nix mehr Neues, zumindestens fällt mir grad nix weiter ein. Wir bleiben noch ca. bis 3.Februar oder so in Atherton und danach gehts zum Great Barrier Reef und dann mit dem Flieger in den Westen, wo wir die Westküste in Angriff nehmen. Das ist zumindestens der derzeitige Plan :)
Also liebe Grüße aus dem heißen Down Under,
A&A :)
Donnerstag, 27. Dezember 2012
ungewohnte Weihnachten
Nachdem ich meine Wutrede über die Farm letzte Woche veröffentlicht hatte und abends meine Miete bezahlen wollte, bekam ich prompt die Quittung dafür, als mir mitgeteilt wurde: ich wurde gefeuert :D Es war ein Gefühlsmix aus kompletten Unverständnis (da ich einer der besten Arbeiter dort war), Hass und absoluter Freude, endlich von diesem Drecksloch weg zu sein. Die Gründe waren ebenso lächerlich wie die ganze Sache an sich, aber nachdem ich mich kurz geärgert hatte war ich doch recht froh. Und richtig witzig wurde es noch etwas später am Abend, als Eni mir mitteilte, dass er meinen Job bekommen hatte (den er übrigens nach 2 Tagen wieder los hatte - ich sag ja, die sind behindert) :D Ich hingegen arbeitete letzte Woche auf einer Seed-Farm bei unglaublich netten Farmern und älteren Mitarbeitern. Die Arbeit an sich war ziemlich langweilig und gleichzeitig hart, da ich die meiste Zeit 20-25 kg Säcke befüllen und stapeln musste. Grob überschlagen kam ich auf ein Gesamtgewicht von ca. 30 Tonnen, die in dieser Woche durch meine Hände glitten. Dementsprechend verbraucht war ich Freitag dann auch, wo ich zusätzlich noch meinen bisher wohl schlimmsten Arbeitstag in Australien erlitt. Bin über Nacht krank geworden und wollte trotzdem arbeiten, ich dachte mit Tabletten gings. Aber denkste, ab um 12 musste ich mich ständig zusammenreißen, dass ich nicht umklappe - und da waren ja noch 5 1/2h zu arbeiten xD Irgendwie hab ichs doch geschafft, allerdings zum Preis von 2 Tage tot sein. Eni war übrigens von Mittwoch bis Donnerstag auch auf der Farm.
Währrend ich mich im Zimmer liegend mit dem Tod ringte und nicht schlafen konnte, amüsierten sich Adri & die anderen Lodge Bewohner bei der monatlichen Party direkt unter unserem Zimmer, die auch den Zweck hatte, Amadeus ordentlich zu verabschieden, der uns nämlich letzten Sonntag für Sydney verlassen hat! Damit waren es also nur noch 5 Jenenser in Atherton. Glückwunsch an dieser Stelle an Amadeus, er ist endlich hier raus. Sydney muss einem nach Atherton wie das Paradies vorkommen (als ob Sydney nicht geil genug wäre).
Weihnachten verlief dann ehrlich gesagt ein wenig langweilig. Unter den deutschen Backpackern merkte man meiner Meinung nach deutlich, dass alle kein Bock auf Weihnachten in Atherton hatten und lieber zu Hause wären. So ging es uns auch. Dennoch trafen wir uns abends stets um ein paar Bier zu trinken und ein wenig beisammen zu sein. Auch Adris Paket war am Freitag vor Weihnachten endlich angekommen und wir holten es pünktlich zum 24. von der Post ab. Der Plan, zu Weihnachten nach Cairns an den Strand zu fahren, wurde von dem Autoverleiher zunichte gemacht. Alle Autos waren bereits belegt, was sehr schade war, da es doch mal cool gewesen wäre a) aus Atherton rauszukommen und b) Weihnachten am Strand zu feiern. Da jedoch ein Schotte das Auto für 2 Tage anstatt nur für einen gemietet hatte, wurde die zunächst gegebene Zusage des Verleihers gecancelt. Schön.
Arbeitsmäßig sieht es um Weihnachten rum im Allgemeinen eigentlich sehr gut aus. Abgesehen davon, dass Eni und ich anscheinend die einzigen sind in der Lodge, die keinen Job haben xD Vor lauter Langeweile weiß man langsam echt nicht mehr, was man tun soll. Ich hab ihm gesagt, lass heute Joggen gehen. Aber die soeben eingetroffene sms "kb zu joggen xD" sprach mir aus dem Herzen.
Adri ist nachwievor auf ihrer Lime-Farm und konnte dort die Woche auch 2 Tage arbeiten bisher. Das Highlight ihrer Arbeitstage war, soweit ich das mitbekommen habe, ein Kackhaufen zwischen 2 Limettenbäumen. Selbst am 24. musste sie ran, da ja anscheinend die ganze Welt am 25. Weihnachten feiert außer Deutschland. Aber immerhin war es nur ein halber Tag und somit hatten wir genug Zeit in Ruhe Geschenke auszupacken und unser Weihnachtsessen zu kochen: Rucola-Tomaten Salat mit Reis uuuuuuund...Kangaroo-Steak :D Hat sehr gut geschmeckt. Wir dachten, es muss einfach etwas australisches sein zu Heilig Abend.
Mit das beste an Weihnachten war allerdings das Nationenessen, eine kleine Aktion der Lodge, wo Backpacker aus verschiedenen Ländern die anderen bekochen. Aber natürlich nicht irgendwas, sondern typisch-nationales Essen. Da der Spot für Deutschland leeeeeider schon vergeben war, mussten wir uns damit abfinden, nicht kochen zu dürfen und den ganzen Tag nur zu fressen. Das war eine sehr gelungene Aktion. Es gab viele verschiedene Essen, angefangen bei australischen Fingerfood, über japanisches Sushi, französische Frucht-Fleisch-Spieße mit überragendem Nachtisch (mein Favorit) bishin zu italienischem Tiramisu und endend in ordentlichen Würsten mit deutschem Sauerkraut :D
Ansonsten steht ja bald Sylvester vor der Tür. Wo wir das feiern, wird wohl eher n spontanes Ding. Aber ich sag mal zu 95% bleiben wir sowieso hier :D Da Auto mieten an Sylvester um nach Cairns zu kommen sinnlos wäre...da können wir den Führerschein ja gleich in den Schredder hauen. Jedenfalls ist die Vorfreude trotzdem groß und mein VB wartet schon auf den Verzehr!
Nachträglich noch frohe Weihnachten nach Deutschland & einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013, diesmal ohne nerviges Weltablaufdatum :-)
Währrend ich mich im Zimmer liegend mit dem Tod ringte und nicht schlafen konnte, amüsierten sich Adri & die anderen Lodge Bewohner bei der monatlichen Party direkt unter unserem Zimmer, die auch den Zweck hatte, Amadeus ordentlich zu verabschieden, der uns nämlich letzten Sonntag für Sydney verlassen hat! Damit waren es also nur noch 5 Jenenser in Atherton. Glückwunsch an dieser Stelle an Amadeus, er ist endlich hier raus. Sydney muss einem nach Atherton wie das Paradies vorkommen (als ob Sydney nicht geil genug wäre).
Weihnachten verlief dann ehrlich gesagt ein wenig langweilig. Unter den deutschen Backpackern merkte man meiner Meinung nach deutlich, dass alle kein Bock auf Weihnachten in Atherton hatten und lieber zu Hause wären. So ging es uns auch. Dennoch trafen wir uns abends stets um ein paar Bier zu trinken und ein wenig beisammen zu sein. Auch Adris Paket war am Freitag vor Weihnachten endlich angekommen und wir holten es pünktlich zum 24. von der Post ab. Der Plan, zu Weihnachten nach Cairns an den Strand zu fahren, wurde von dem Autoverleiher zunichte gemacht. Alle Autos waren bereits belegt, was sehr schade war, da es doch mal cool gewesen wäre a) aus Atherton rauszukommen und b) Weihnachten am Strand zu feiern. Da jedoch ein Schotte das Auto für 2 Tage anstatt nur für einen gemietet hatte, wurde die zunächst gegebene Zusage des Verleihers gecancelt. Schön.
Arbeitsmäßig sieht es um Weihnachten rum im Allgemeinen eigentlich sehr gut aus. Abgesehen davon, dass Eni und ich anscheinend die einzigen sind in der Lodge, die keinen Job haben xD Vor lauter Langeweile weiß man langsam echt nicht mehr, was man tun soll. Ich hab ihm gesagt, lass heute Joggen gehen. Aber die soeben eingetroffene sms "kb zu joggen xD" sprach mir aus dem Herzen.
Adri ist nachwievor auf ihrer Lime-Farm und konnte dort die Woche auch 2 Tage arbeiten bisher. Das Highlight ihrer Arbeitstage war, soweit ich das mitbekommen habe, ein Kackhaufen zwischen 2 Limettenbäumen. Selbst am 24. musste sie ran, da ja anscheinend die ganze Welt am 25. Weihnachten feiert außer Deutschland. Aber immerhin war es nur ein halber Tag und somit hatten wir genug Zeit in Ruhe Geschenke auszupacken und unser Weihnachtsessen zu kochen: Rucola-Tomaten Salat mit Reis uuuuuuund...Kangaroo-Steak :D Hat sehr gut geschmeckt. Wir dachten, es muss einfach etwas australisches sein zu Heilig Abend.
Mit das beste an Weihnachten war allerdings das Nationenessen, eine kleine Aktion der Lodge, wo Backpacker aus verschiedenen Ländern die anderen bekochen. Aber natürlich nicht irgendwas, sondern typisch-nationales Essen. Da der Spot für Deutschland leeeeeider schon vergeben war, mussten wir uns damit abfinden, nicht kochen zu dürfen und den ganzen Tag nur zu fressen. Das war eine sehr gelungene Aktion. Es gab viele verschiedene Essen, angefangen bei australischen Fingerfood, über japanisches Sushi, französische Frucht-Fleisch-Spieße mit überragendem Nachtisch (mein Favorit) bishin zu italienischem Tiramisu und endend in ordentlichen Würsten mit deutschem Sauerkraut :D
Ansonsten steht ja bald Sylvester vor der Tür. Wo wir das feiern, wird wohl eher n spontanes Ding. Aber ich sag mal zu 95% bleiben wir sowieso hier :D Da Auto mieten an Sylvester um nach Cairns zu kommen sinnlos wäre...da können wir den Führerschein ja gleich in den Schredder hauen. Jedenfalls ist die Vorfreude trotzdem groß und mein VB wartet schon auf den Verzehr!
Nachträglich noch frohe Weihnachten nach Deutschland & einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013, diesmal ohne nerviges Weltablaufdatum :-)
Freitag, 14. Dezember 2012
mir fällt keine Überschrift ein
Lange gabs nichts mehr zu hören von uns. Dies hat mehrere Gründe. Auf der einen Seite gabs nicht großartig was neues zu berichten, auf der anderen Seite hatten wir irgendwie ein kleines Tief zu überwinden und da hat einfach die Motivation und Laune für den Blog gefehlt. Nichtsdestotrotz...
Ich bin nachwievor auf meiner Bananenfarm und ich hab langsam echt die Schnauze voll von diesem ******** von Farmer. Wollte zwischendurch auch schon wechseln auf eine Farm, wo ein motivierter Arbeiter auch tatsächlich arbeiten darf und wo die unfähigen Farmer nicht kurz vorm bankrott stehen. Zur Zeit ist Mango und Litschie Zeit, also gibt es viele Jobs mit mehr als 50, 60 Stunden pro Woche wo man ordentlich Geld machen kann. Aber da mir ein solcher Job von unserem tollen Working Hostel verweigert wurde, bleibe ich jetzt trotzig bis Ende Januar auf meiner Farm, um die 12 Wochen vollzumachen und damit das Anrecht auf mein Second Year Visa zu gewinnen.
Meine Arbeit hat in den letzten Wochen sehr variiert. Musste jetzt fast alles mal machen, u.a. auch Picking, was ich als persönliche Hölle empfunden habe. Jetzt ist mein Job allerdings viel entspannter: muss im Shed die Bunches aufhängen und auseinanderschneiden. Das zumindest ist die Hauptaufgabe. Und wer im Shed arbeitet, hat nicht mehr den Farmer, sondern dessen Frau als Boss (Gott sei Dank). Dort werde ich jetzt hoffentlich noch 6 Wochen tätig sein und dann ciao! Freue mich schon dermaßend auf's Weiterreisen, das glaubt ihr nicht!
Hab vor 2 Wochen dann auch mal 2 kleine Inland-Taipane gesehen, was ziemlich aufregend war. Ansonsten hat sich alles relativiert und routiniert, sparen kann ich nicht viel in der Woche im Gegensatz zu anderen, aber dafür bekomme ich wenigstens das SYV, was auch so ziemlich der einzige Grund ist, wieso ich auf der Farm bleibe.
Adri wollte ihren Job ebenso wechseln, da ihre Farm nur so 3 Tage die Woche gearbeitet hat. Nun ist sie auf einer Limetten/Mango-Farm gelandet, wo sie ordentlich arbeiten soll bezüglich Tage/Stunden. Diese Woche beispielsweise arbeitet sie 7 Tage á 9h. Da kann man gutes Geld machen. Trottelig wie sie aber ist, hat sie auf dem Feld in eine Lime reingebissen und musste daraufhin schmerzlich festellen, dass sie allergisch gegen jene ist (oder aber auch gegen die zehn Milliarden Pestizide, die darauf sind). Achja, sie ist Pickerin! Also keine allzu harte Arbeit, wäre da die pralle australische Sommersonne nicht! Und auch die ganzen Dornen an den Limetten-Sträuchern (oder Bäumen?) machen es nicht leichter. Sie muss lange Sachen tragen! Jaja, wir müssen hier leiden. Aber wenn wir in der heißen Sonne stehen und unsere gesamte Körperflüssigkeit rausschwitzen denken wir immer an euch in Deutschland. Schnee & -10 Grad, hahahaha. Dann doch lieber Schwitzen.
Letztes Wochenende waren wir bei Stefano und Sara, 2 Italienern von meiner Farm, zum Abendessen eingeladen. War'n super Abend und die Italiener wissen einfach, wie man Lasagne oder allgemein Pasta macht :P Die 2 sind jetzt leider auf meiner Farm eingezogen und damit nicht mehr in Atherton. Aber vielleicht feiern wir ja mit ihnen Weihnachten oder Neujahr! Und natürlich auch mit Eni, Franz & Marie.
Von zu Hause kamen bis auf viele schlechte Nachrichten in den letzten Wochen nicht viel, bis gestern! Da kam nämlich mein Weihnachtspaket an :)) Bescherung am 14.12., Amen. Das hat vieles vergessen lassen und einfach nur super gut gelaunt! Außerdem kann ich mir jetzt endlich den mitgelieferten 3. Madagaskar Teil reinziehen :D Zudem waren auch selbstgemachte Weihnachtsplätzchen mit drin, die heute leider schon halb leer sind. Apropos, ich merke echt, dass wenn Adri auf Arbeit ist und ich zu Hause bin, meine Ernährung sehr eigenartig ist. Heute gabs zum Frühstück Plätzchen und zum Mittag ne Zuckerstange. Gott, ich lebe meinen Traum!
Lg, Andi & Adri
Ich bin nachwievor auf meiner Bananenfarm und ich hab langsam echt die Schnauze voll von diesem ******** von Farmer. Wollte zwischendurch auch schon wechseln auf eine Farm, wo ein motivierter Arbeiter auch tatsächlich arbeiten darf und wo die unfähigen Farmer nicht kurz vorm bankrott stehen. Zur Zeit ist Mango und Litschie Zeit, also gibt es viele Jobs mit mehr als 50, 60 Stunden pro Woche wo man ordentlich Geld machen kann. Aber da mir ein solcher Job von unserem tollen Working Hostel verweigert wurde, bleibe ich jetzt trotzig bis Ende Januar auf meiner Farm, um die 12 Wochen vollzumachen und damit das Anrecht auf mein Second Year Visa zu gewinnen.
Meine Arbeit hat in den letzten Wochen sehr variiert. Musste jetzt fast alles mal machen, u.a. auch Picking, was ich als persönliche Hölle empfunden habe. Jetzt ist mein Job allerdings viel entspannter: muss im Shed die Bunches aufhängen und auseinanderschneiden. Das zumindest ist die Hauptaufgabe. Und wer im Shed arbeitet, hat nicht mehr den Farmer, sondern dessen Frau als Boss (Gott sei Dank). Dort werde ich jetzt hoffentlich noch 6 Wochen tätig sein und dann ciao! Freue mich schon dermaßend auf's Weiterreisen, das glaubt ihr nicht!
Hab vor 2 Wochen dann auch mal 2 kleine Inland-Taipane gesehen, was ziemlich aufregend war. Ansonsten hat sich alles relativiert und routiniert, sparen kann ich nicht viel in der Woche im Gegensatz zu anderen, aber dafür bekomme ich wenigstens das SYV, was auch so ziemlich der einzige Grund ist, wieso ich auf der Farm bleibe.
Adri wollte ihren Job ebenso wechseln, da ihre Farm nur so 3 Tage die Woche gearbeitet hat. Nun ist sie auf einer Limetten/Mango-Farm gelandet, wo sie ordentlich arbeiten soll bezüglich Tage/Stunden. Diese Woche beispielsweise arbeitet sie 7 Tage á 9h. Da kann man gutes Geld machen. Trottelig wie sie aber ist, hat sie auf dem Feld in eine Lime reingebissen und musste daraufhin schmerzlich festellen, dass sie allergisch gegen jene ist (oder aber auch gegen die zehn Milliarden Pestizide, die darauf sind). Achja, sie ist Pickerin! Also keine allzu harte Arbeit, wäre da die pralle australische Sommersonne nicht! Und auch die ganzen Dornen an den Limetten-Sträuchern (oder Bäumen?) machen es nicht leichter. Sie muss lange Sachen tragen! Jaja, wir müssen hier leiden. Aber wenn wir in der heißen Sonne stehen und unsere gesamte Körperflüssigkeit rausschwitzen denken wir immer an euch in Deutschland. Schnee & -10 Grad, hahahaha. Dann doch lieber Schwitzen.
Letztes Wochenende waren wir bei Stefano und Sara, 2 Italienern von meiner Farm, zum Abendessen eingeladen. War'n super Abend und die Italiener wissen einfach, wie man Lasagne oder allgemein Pasta macht :P Die 2 sind jetzt leider auf meiner Farm eingezogen und damit nicht mehr in Atherton. Aber vielleicht feiern wir ja mit ihnen Weihnachten oder Neujahr! Und natürlich auch mit Eni, Franz & Marie.
Von zu Hause kamen bis auf viele schlechte Nachrichten in den letzten Wochen nicht viel, bis gestern! Da kam nämlich mein Weihnachtspaket an :)) Bescherung am 14.12., Amen. Das hat vieles vergessen lassen und einfach nur super gut gelaunt! Außerdem kann ich mir jetzt endlich den mitgelieferten 3. Madagaskar Teil reinziehen :D Zudem waren auch selbstgemachte Weihnachtsplätzchen mit drin, die heute leider schon halb leer sind. Apropos, ich merke echt, dass wenn Adri auf Arbeit ist und ich zu Hause bin, meine Ernährung sehr eigenartig ist. Heute gabs zum Frühstück Plätzchen und zum Mittag ne Zuckerstange. Gott, ich lebe meinen Traum!
Lg, Andi & Adri
Montag, 26. November 2012
Bananas are our Life.
Wie Andi bereits im letzten Post angekuendigt hat, gibt es bei mir was
neues zu verkuenden: ICH HABE ENDLICH EINEN JOB!
Genau wie Andi arbeite ich derzeit auf einer Bananenfarm, womit ich
ueberhaupt nichtmehr gerechnet hatte. Jin versprach mir vor 2 Wochen am Montag
einen Job als Lycheepickerin, weshalb ich total uebrrascht war, als am darauffolgenden Mittwochabend pleotzlich bei meinem Name am Workingroster „Reid“ stand.
Frueh um 6 Uhr ging es mit dem Bus Richtung Farm, d.h. um 5 Uhr (!!!) aufstehen! :(
Da ich zuvor schon wusste, dass es im Vergleich zur Kartoffelfarm viel viel
haerter werden soll, war ich auch dementsprechend aufgeregt!
Auf der Farm angekommen ging es dann auch schon los. Mein Chef hat mir kurz
und knapp gezeigt und gesagt was ich machen soll und schon fing ich an die
Bananen zu sortieren. Im Grunde sieht das ganze so aus:
Die Bananenstauten kommen zu den 2 Cuttern angefahren, welche die
sogenannten Bananencluster von der Staute abschneiden. Die Cluster werden dann
in das Wasserbecken, in dem sich das Fliessband befinden, geschmissen und kommen
zu Lara (mit ihr arbeite ich zusammen) und mir angefahren bzw. angeschwommen.
Unsere Aufgabe ist es, die Bananen auf Druckstellen, verfaulte Stellen, weiche
Enden und Einschnitte usw. zu untersuchten und ggf. auszusortieren. Danach
muessen wir die Cluster in einer Reihe hinlegen, damit diese dann auf direktem
Weg zu den Packern gelangen koennen. Dort werden die Bananencluster in Kartons
verpackt und anschliessend zu z.B. Coles in Brisbane geliefert.
Das Ganze ist eigentlich ziemlich einfach und man arbeitet sich relativ
schnell ein. Jedoch verfaellt man oft in Stress, weil manche Situationen echt
schrecklich sind, undzwar wenn:
- Die Cutter zu schnell sind und die Packer zu langsam. D.h. das Band bewegt sich kein bisschen und man hat es schon vollgebaut und es kommen extrem viele Bananen auf einen zu, die nirgendswo hinpassen.
- Die Cutter zu langsam sind und die Packer zu schnell. Das bedeutet dann, dass man jedesmal hin und herrennen muss und sich Bananen holen muss, die Reihen aber nie wirklich vollbekommt, weshalb sich das Band noch schneller bewegt. Teufelskreis.
- Beide sind zu schnell. In diesem Fall hat man viel zu viele Bananen auf einem Haufen und das Band bewegt sich ganze Zeit weiter und man kommt nicht hinterher.
Alle Faelle sind irgendwie bloed, aber in den Momenten vergisst man
immerhin die Zeit. Gearbeitet wird von 6:30 Uhr bis 16Uhr – sprich 9 Stunden
Arbeit plus 30min Mittagspause und 15min Smoko. Das ganze geht dementsprechend
auch auf die Beine, Arme und vor allem den Ruecken, weshalb ich an meinem
ersten Arbeitstag auch extrem Knuelle war. Meine Arme haben schrecklich
wehgetan und ich konnte sie kaum noch heben.
Letzte Woche habe ich 3 ½ Tage auf der Farm gearbeitet und man gewoehnt sich
an den Schmerz – zumindestens schmerzt jetzt eigentlich fast nur noch der
Ruecken und die Arme kaum noch. Auf dieser Farm werde ich jetzt wohl die
restliche Zeit bleiben, ausser ich werde gefeuert. Kurz vor Weihnachten wird es
dann sogar sehr wahrscheinlich das ich 7 Tage die Woche arbeite! Mal sehen wie
das wird, hauptsache es gibt ordentlich Geld! ;)
Am Sonntag haben wir uns uebrigens mit Eni, Franz und Amadeus ein Auto
gemietet, damit wir mal aus dem Hostel rauskommen. Der Plan war es, die ganzen
Wasserfaellle und Seen abzufahren. Erster Stopp sollte der Malanda Fall sein,
welcher uns extrem enttaeuscht hat. Dieser Wasserfall war vergleichbar mit dem „Wasserfall“
in der Saale am Paradiesbahnhof. ;)
Anonsten haben wir uns noch den Millaa Millaa Falls, Zillie Falls und Ellinjaa
Falls angeguckt. Diese waren akzeptabel, aber fuer uns ueberhapt nix besonderes
mehr, da wir schon viel geilere Wasserfaelle gesehen haben.
Der Lake Echam, an dem wir danach noch waren (wurde uns von einem
Argentiner dringend empfohlen), war ganz gut. Dort war es sehr voll, aber das
Wasser war schoen angenehm und erfrischend. Eni und Amadeus haben dort noch
einen kleinen Adrenalinkick bekommen, als sie von einem ca. 15m hohem Baum ins
Wasser gesprungen sind.
Der 2. See den wir besucht haben, hiess Lake Tinaroo und ist eine Art
Baggersee. Fuer Waterskis und Jetskis ist es dor sicherlich ganz nett, aber zum
baden ist der See eher weniger geeignet.
Fazit also: Es war ein netter Ausflug aber fuer uns war da nichts mehr
spektakulaer oder besonders. Es tat aber durchaus gut mal wieder aus Atherton
rauszukommen :)
Bis demnaechst und viel Spass euch auf den Weihnachtsmaerkten. :P
Trinkt fuer uns paar Gluehweine mit, denn sowas gibt’s fuer uns dieses Jahr
nicht L
Es ist uebrigens echt komisch wenn man in kurzer Hose und Top im Woolworth
Weihnachtsmusik hoert :D
Andi und Adri (:
Sonntag, 18. November 2012
Atherton Teil 3
Eine weitere Woche in Atherton ist Geschichte. Ich habe nachwievor meinen Job auf der Bananenfarm. Im Gegensatz dazu wurde Marvin am Dienstag gefeuert und ich habe seit Mittwoch den sympathischen Engländer Dan an meiner Seite. Seit Donnerstag arbeiten wir nun im Block 5 der Farm, der auch der Schlangenblock genannt wird, weil es dort von solchen wimmeln soll. Hab aber nachwievor keine gesehen. Dan hat mir erzählt, dass er bei seiner Arbeit als Picker sogar schon 4 verschiedene Schlangenarten gesehen hat. Auf meine Frage, ob es auf der Farm auch tödliche Spinnen geben würde, hat er nur gelacht und sich ein "definitely" rausgequält. Argh. Ich höre ab jetzt immer Musik bei der Arbeit, was über die Langeweile hinweg hilft. Diamonds ist echt geil, freu mich jetzt schon auf das neue Album von Rihanna :D
Adri hat seit Freitag (oder war das Donnerstag?) auch einen Job - vermutlich auch einen festen! Und zwar auf einer...ta ta TA TA: Bananenfarm. Sie muss dort Bananen sortieren. Auch dieser Job ist wohl sehr anstrengend und daher war sie abends ziemlich fertig. Aber für sie gilt wohl nun das selbe wie für mich: Augen zu und durch! Näheres sollte sie wohl nächste Woche selbst mal darstellen, da geb ich ihr mal wieder die Aufgabe nen Blog-Eintrag zu schreiben.
Freitag war die monatliche Third-Friday-Party in unserer Unterkunft, wo aus der näheren Umgebung Leute fast aller Altersgruppen kommen. War ganz cool! Doof war nur, dass der Dancefloor quasi direkt unter unserem Zimmer war. Aber irgendwie ließ es sich durch die Vibrationen des Bass' ganz gut schlafen.
Und fast hätte ich es vergessen. Am Mittwoch war natürlich DAS Erlebnis schlechthin. Die totale Sonnenfinsternis, deren Bilder ich bereits im FB gepostet habe, fand am Mittwoch 6:39 Ortszeit statt und war einfach nur der absolute Wahnsinn. Sowas geiles habe ich selten gesehen. Jeder, der die Chance hat, dass irgendwo mal live zu sehen, sollte diese unbedingt wahrnehmen! Sowas vergisst man nie wieder...
Ansonsten ist auch einiges passiert, aber ihr kennt mich ja. Mein Gedächtnis ist so nützlich wie Julian Assange als Datenschutzbeauftragter.
Lg an alle, Adri und Andi
___________________________________________________________________________________
Hallo lieber P.,
"Rubber", ein Film, bei dem ein lebender Autoreifen durch telepathische Fähigkeiten Tiere und menschliche Köpfe zum Explodieren bringt und dabei ein in den Film integriertes Publikum zum Erstaunen bringt. Der Film gleicht mehr einem Theaterstück, und Gott weiß, kein Mensch auf der Welt hasst Theater so sehr wie ich es tue.
"Red State", ein Film, der in seiner Sinnlosigkeit sogar den Killer-Reifen-Film übertrifft, aber dessen Inhalt ich es mir nicht wage wiederzugeben. Das wäre meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt für einen Film zu werben, in dem eine radikale christliche Gemeinde die Schwulen u.a. für den Jahrhundert-Tsunami auf Südostasien verantwortlich und deshalb umbringt.
Diese 3h meines Lebens werde ich nie wieder bekommen. Ich würde mich sehr über einen Hinweis freuen, wenn in jener exquisiten Filmauswahl noch weitere solcher Leckerbissen lauern. Denn wenn ja, würde ich die Zeit sinnvoller nutzen und beispielsweise 5 Stunden an die Decke starren.
Vielen Dank!
Liebe Grüße, Andi
:-P
Adri hat seit Freitag (oder war das Donnerstag?) auch einen Job - vermutlich auch einen festen! Und zwar auf einer...ta ta TA TA: Bananenfarm. Sie muss dort Bananen sortieren. Auch dieser Job ist wohl sehr anstrengend und daher war sie abends ziemlich fertig. Aber für sie gilt wohl nun das selbe wie für mich: Augen zu und durch! Näheres sollte sie wohl nächste Woche selbst mal darstellen, da geb ich ihr mal wieder die Aufgabe nen Blog-Eintrag zu schreiben.
Freitag war die monatliche Third-Friday-Party in unserer Unterkunft, wo aus der näheren Umgebung Leute fast aller Altersgruppen kommen. War ganz cool! Doof war nur, dass der Dancefloor quasi direkt unter unserem Zimmer war. Aber irgendwie ließ es sich durch die Vibrationen des Bass' ganz gut schlafen.
Und fast hätte ich es vergessen. Am Mittwoch war natürlich DAS Erlebnis schlechthin. Die totale Sonnenfinsternis, deren Bilder ich bereits im FB gepostet habe, fand am Mittwoch 6:39 Ortszeit statt und war einfach nur der absolute Wahnsinn. Sowas geiles habe ich selten gesehen. Jeder, der die Chance hat, dass irgendwo mal live zu sehen, sollte diese unbedingt wahrnehmen! Sowas vergisst man nie wieder...
Ansonsten ist auch einiges passiert, aber ihr kennt mich ja. Mein Gedächtnis ist so nützlich wie Julian Assange als Datenschutzbeauftragter.
Lg an alle, Adri und Andi
___________________________________________________________________________________
Hallo lieber P.,
"Rubber", ein Film, bei dem ein lebender Autoreifen durch telepathische Fähigkeiten Tiere und menschliche Köpfe zum Explodieren bringt und dabei ein in den Film integriertes Publikum zum Erstaunen bringt. Der Film gleicht mehr einem Theaterstück, und Gott weiß, kein Mensch auf der Welt hasst Theater so sehr wie ich es tue.
"Red State", ein Film, der in seiner Sinnlosigkeit sogar den Killer-Reifen-Film übertrifft, aber dessen Inhalt ich es mir nicht wage wiederzugeben. Das wäre meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt für einen Film zu werben, in dem eine radikale christliche Gemeinde die Schwulen u.a. für den Jahrhundert-Tsunami auf Südostasien verantwortlich und deshalb umbringt.
Diese 3h meines Lebens werde ich nie wieder bekommen. Ich würde mich sehr über einen Hinweis freuen, wenn in jener exquisiten Filmauswahl noch weitere solcher Leckerbissen lauern. Denn wenn ja, würde ich die Zeit sinnvoller nutzen und beispielsweise 5 Stunden an die Decke starren.
Vielen Dank!
Liebe Grüße, Andi
:-P
Samstag, 10. November 2012
Arbeiterleben
Eine Woche auf der Bananenfarm ist nun rum und ich muss sagen, gar nicht mal so übel. Es ist sicherlich sehr hart, aber da ich durch Gaunerei nur noch 13% Taxes statt über 30% zahlen muss, ist es doch wesentlich erträglicher. Zudem schaffen mein Kollege und ich das Doppelte von dem, was wir am Tag eigentlich schaffen müssten laut Farmer. Da kann man auch schonmal riskieren, sich zwischendurch ein wenig zu schonen...auch wenn man dafür mehrmals Ärger bekam :D Durch unsere gute Arbeit haben wir uns auch direkt für eine zweite Woche auf der Farm qualifiziert - juhu! Auch wenn mir alles wehtut, freut es mich doch einen festen, 5-tägigen Fulltime-Job zu haben. Ärgerlich ist jedoch, dass meine Arbeitsklamotten, bestehend aus einem 2 Dollar Shirt vom Australischen Roten Kreuz und meiner Badehose, aussehen wie allseitig vollgeschissen. So geht es auch meinen Armen und Beinen nach jedem Arbeitstag, teilweise auch nach der Dusche. Irgendwas von den Bananenbäumen macht richtig hässliche, braune Flecken, die sich leider auch nicht mehr rauswaschen lassen (RIP Badehose). Schlangen habe ich übrigens keine gesehen bisher. Der Farmer meinte, dass das sehr ungewöhnlich sei, da es davon eigentlich mehr als reichlich gäbe. Mal gucken.
Adri hat weiterhin keinen festen Job, hat jedoch trotzdem 3 Tage auf ihrer alten Kartoffelfarm gearbeitet. Bei ihr ist es also immernoch das alte Spiel: abends auf die Worker Liste gucken und hoffen, dass hinter dem Namen eine Farm steht! Unser erstes Gehalt haben wir auch beide schon erhalten, ouuu ja. Das wurde direkt in unwegdenkbare Dinge wie Cola-Dosen, Gummibärchen und Chips investiert. Haben nen Laden entdeckt, wo das Zeug "billig" ist. Wenn uns das mal nicht zum Verhängnis wird!
Danke übrigens an alle für die vielen netten Nachrichten in der letzten Woche :)) Freut uns immer wieder!
Grüße
Adri hat weiterhin keinen festen Job, hat jedoch trotzdem 3 Tage auf ihrer alten Kartoffelfarm gearbeitet. Bei ihr ist es also immernoch das alte Spiel: abends auf die Worker Liste gucken und hoffen, dass hinter dem Namen eine Farm steht! Unser erstes Gehalt haben wir auch beide schon erhalten, ouuu ja. Das wurde direkt in unwegdenkbare Dinge wie Cola-Dosen, Gummibärchen und Chips investiert. Haben nen Laden entdeckt, wo das Zeug "billig" ist. Wenn uns das mal nicht zum Verhängnis wird!
Danke übrigens an alle für die vielen netten Nachrichten in der letzten Woche :)) Freut uns immer wieder!
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